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10 mg Ruxolitinib
,
Ruxolitinib phosphat
,
Lactose-1-Wasser
,
Cellulose, mikrokristalline
,
Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
,
Hyprolose
,
Povidon K30
,
Siliciumdioxid, hochdisperses
,
Magnesium stearat
,
Natrium
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Novartis Pharma Schweiz AG
Jakavi enthält den Wirkstoff Ruxolitinib und ist ein Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Bluterkrankungen. Bei erwachsenen Patienten kann damit das Krankheitsbild der Myelofibrose und der Polycythaemia vera therapiert werden. Zudem kann damit bei Patienten ab 12 Jahren eine akute Graft-versus-Host-Krankheit vom Schweregrad 2 oder höher (auf Englisch «Graft-versus-Host-Disease», (GvHD); auf Deutsch «Transplantat-gegen-Empfänger-Erkrankung») nach Versagen von anderen Therapien behandelt werden.
Die Myelofibrose ist eine Erkrankung des Knochenmarks (Ort der Blutbildung), bei der das Knochenmark durch Narbengewebe ersetzt wird. Das gestörte Knochenmark kann teilweise nicht mehr in ausreichendem Masse Blutzellen herstellen. Als Folge dieser Erkrankung kann es zu einer deutlich vergrösserten Milz und Symptomen wie Nachtschweiss, Knochenschmerzen, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust kommen. Durch Jakavi werden bei Patienten mit Myelofibrose die Milzgrösse reduziert und die oben genannten Beschwerden gelindert.
Die Polycythaemia vera ist eine Erkrankung des Knochenmarks (Ort der Blutbildung), bei der das Knochenmark zu viele Blutkörperchen produziert, wodurch das Blut zähflüssiger wird und das Risiko für Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln und dadurch Verstopfung von Blutgefässen) stark ansteigt. Die gestörte Produktion der Blutzellen führt wie bei der Myelofibrose zu einer vergrösserten Milz und kann zu Beschwerden wie Nachtschweiss, Juckreiz, Knochenschmerzen, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust führen. Jakavi kann die Anzahl Blutkörperchen senken und das Risiko schwerwiegender Blut- oder Gefässkomplikationen verringern. Ausserdem kann Jakavi die Milzgrösse reduzieren und die anderen oben genannten Beschwerden der Polycythaemia vera lindern.
Die Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) entsteht häufig als Nebenwirkung einer Transplantation von Blut- oder Knochenmarkstammzellen von einem gesunden Spender auf einen Patienten. Dadurch treten oft eine Vielzahl von belastenden Beschwerden auf, die viele Organe betreffen können.
Die sogenannte akute GvHD, die in der Regel kurz nach der Transplantation auftritt, kann Haut (z.B. kann die Haut wie nach einem Sonnenbrand aussehen), Leber und Magen-Darm-Trakt betreffen. Jakavi kann die Anzeichen und Beschwerden der akuten Graft-versus-Host-Krankheit lindern.
Wenn Sie Fragen zum Wirkungsmechanismus von Jakavi haben und warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde, fragen Sie bitte Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.
Auf Verschreibung der Ärztin oder des Arztes.
Vor Beginn Ihrer Behandlung mit Jakavi wird Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Anfangsdosis festzulegen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie vor Beginn und während Ihrer Behandlung mit Jakavi sorgfältig auf Anzeichen oder Symptome einer Infektion untersuchen.
Ausserdem werden bei Ihnen während der Behandlung mit Jakavi regelmässig Blutuntersuchungen durchgeführt, um die Anzahl der Blutzellen (rote und weisse Blutkörperchen sowie Blutplättchen) in Ihrem Körper zu überwachen. Auf diese Weise kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin beurteilen, wie Sie auf die Behandlung ansprechen und ob Jakavi einen unerwünschten Einfluss auf diese Zellen hat. Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen kann es nötig sein, dass Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis von Jakavi anpasst oder Ihre Behandlung mit Jakavi unterbricht. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann ebenfalls Ihren Blutfettwert regelmässig überprüfen.
Sie sollten Jakavi nicht einnehmen, wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Ruxolitinib oder einen der anderen Inhaltsstoffe von Jakavi sind, wie z.B. Milchzucker (Laktose).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Jakavi ist erforderlich, wenn:
Falls während der Behandlung mit Jakavi eine der oben genannten Beschwerden auftritt, müssen Sie dies umgehend Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arztmitteilen.
Bei einer ähnlichen Art von Arzneimittel, das zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt wird, wurde Folgendes beobachtet:
Informieren Sie Ihre Ärztin, Apothekerin bzw. Ihren Arzt, Apotheker, wenn Sie
Beenden der Einnahme von Jakavi: Wenn Sie aufhören Jakavi einzunehmen, können die Beschwerden der Myelofibrose wieder verstärkt auftreten. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt möchte deswegen vielleicht die tägliche Dosis stufenweise verringern, bevor die Einnahme vollständig beendet wird.
Es ist besonders wichtig, dass Sie die Einnahme folgender Arzneimittel Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt mitteilen. Sie bzw. er wird die Dosis von Jakavi eventuell anpassen müssen:
Während der Behandlung mit Jakavi sollten Sie nie mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen, ohne dies zuerst mit der Ärztin bzw. dem Arzt zu besprechen, der/die Ihnen Jakavi verschrieben hat.
Jakavi enthält Lactose (Milchzucker). Wenn Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden, besprechen Sie dies bitte mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt bevor Sie mit der Einnahme von Jakavi beginnen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
Jakavi soll nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig. Informieren Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder glauben schwanger zu sein. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken einer Einnahme von Jakavi während der Schwangerschaft besprechen. Frauen im gebärfähigen Alter, die Jakavi erhalten, wird zu einer wirksamen Empfängnisverhütung während der Behandlung geraten.
Es ist nicht bekannt, ob Jakavi in die Muttermilch ausgeschieden wird. Während der Behandlung mit Jakavi sollten Sie deshalb nicht stillen.
Befolgen Sie die Anweisungen Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes sorgfältig.
Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Ihnen genau sagen, wie viele Tabletten Jakavi Sie einnehmen müssen.
Normalerweise nehmen Sie Jakavi zweimal täglich ein. Es ist wichtig, dass Sie Jakavi jeden Tag etwa zu den gleichen Zeiten einnehmen, um eine gleichmässige Konzentration von Jakavi im Blut zu erreichen. Die Einnahme kann mit oder ohne Nahrung erfolgen. Schlucken Sie die Tabletten ganz mit einem grossen Glas Wasser.
Wenn Sie dialysiert werden, sollten Sie eine einzelne Erstdosis von Jakavi vor und die weiteren einzelnen Dosen je direkt nach der Dialyse einnehmen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie hoch die Dosis ist, die Sie vor und nach der Dialyse einnehmen sollen.
Wie lange nehmen Sie Jakavi ein: Sie sollten Jakavi so lange einnehmen, wie Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt es Ihnen empfohlen hat. Jakavi ist eine Langzeitbehandlung. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Ihren Zustand regelmässig überwachen, um sicherzustellen, dass die Behandlung den gewünschten Effekt hat.
Wenn Sie mehr Jakavi einnehmen, als Sie sollten: Wenn Sie versehentlich mehr Jakavi einnehmen als Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat, informieren Sie so rasch wie möglich Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie die Einnahme von Jakavi vergessen: Nehmen Sie keine doppelte Dosis von Jakavi, um die vergessene Dosis aufzuholen, sondern nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Verwendung oder Einnahmedauer von Jakavi haben, fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker.
Kinder und Jugendliche: Jakavi ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit der Erkrankung Myelofibrose oder Polycythaemia vera vorgesehen, da Anwendung und Sicherheit von Jakavi bei Kindern und Jugendlichen mit Myelofibrose oder Polycythaemia vera bisher nicht geprüft worden ist. Für die Behandlung der akuten Graft-versus-Host-Krankheit kann Jakavi bei Jugendlichen ab 12 Jahren angewendet werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Apothekerin bzw. mit Ihrem Arzt, Apotheker.
Folgende Nebenwirkungen wurden während der Einnahme von Jakavi beschrieben:
Wenn eine dieser Nebenwirkungen in für Sie störendem Masse auftritt, informieren Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihre Ärztin, Apothekerin bzw. Ihren Arzt, Apotheker informieren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Arzneimittel sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.
In der Originalpackung, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihre Ärztin, Apothekerin bzw. Ihr Arzt, Apotheker. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Eine Tablette Jakavi enthält 5 mg, 10 mg, 15 mg oder 20 mg Ruxolitinib als Wirkstoff.
Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose (E 460), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Hypromellose (E 464), Povidon, Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551), Magnesiumstearat.
62126 (Swissmedic)
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Tabletten zu 5 mg: 56 und 3x56.
Tabletten zu 10 mg: 56 und 3x56.
Tabletten zu 15 mg: 56 und 3x56.
Tabletten zu 20 mg: 56 und 3x56.
Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz
Diese Packungsbeilage wurde im April 2023 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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